Glück gehabt!

Diese Woche begleitet uns das Glück dreimal intensiv!!!

Von Langkawi kommend wollen wir den defekten Pneu noch in Malaysia reparieren lassen. Wir sind schon ziemlich weit nördlich in Richtung Thailand unterwegs. In der letzten grösseren Stadt Kangar finden wir eine modern aussehende Pneuwerkstatt, die von Chinesen geführt wird. Ja der Schlauch ist definitiv kaputt, doch noch viel defekter ist die Felge, – ein riesenlanger Haarriss durchzieht das Metall.

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Kaum auszudenken, was hätte passieren können, wenn die Felge bei grosser Geschwindigkeit gebrochen wäre. Leider gibt es in Malaysia keine solchen Felgen, wir haben bis jetzt auch keinenToyota Landcruiser gesehen. Unerledigter Dinge müssen wir wieder abziehen,  sie verlangen nicht einmal Geld für die Arbeit und winken uns alle zum Abschied.

Und schon stehen wir an der Grenze zu Thailand. Doch zuerst muss ich das Büro für die Ausreise finden. Die Papiere von Paul müssen ordnungsgemäss abgestempelt werden. Beim vierten Gebäude begleitet mich der Zolloffizier in reich geschmückter Uniform zum richtigen Büro. Die Stempel hinterlassen ihre wichtigen Spuren, wir sind im Buch eingetragen und weiter gehts. Auch der thailändische Zoll wickelt sich nach ein paar Mal in der falschen Schlange stehen recht speditiv ab. In einer Stunde haben wir alle Papiere zusammen. Allerdings können wir mit Paul nur einen Monat in Thailand bleiben, wir mit unserem Visum zwei. Das regeln wir dann später.

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An der Zollstrasse in einem kleinen Häuschen schliessen wir die notwendige Haftpflichtversicherung ab und ein paar Stände weiter bekommen wir eine Touristen-SIM Karte für unser iPad und Handy. Jetzt sind wir ausgerüstet. Und alle Bedenken wegen dem Grenzübertritt sind vom Winde verweht.

Die Strassen sind gut ausgebaut. Viele Gummibaumplantagen stehen in Reih und Glied und die nahe liegenden Fabriken hinterlassen den unverkennbaren Geruch von Kautschuk. Kleine, einfache Häuser, an jeder Ecke ein Essensstand, Läden in engen Garagen säumen die Strasse. Unser Ziel für die erste Nacht ist das westliche Meer. Dafür müssen wir ein paar Bogen fahren und die Stunden vergehen.

Die Abenddämmerung taucht schon auf, als wir in Pak Bara eine dürre Wiese direkt am Meer finden. Ein Mann kommt schon daher und Urs fragt ihn, ob wir hier bleiben dürfen (…. und das in englisch!). Es ist Andreas aus Deutschland, der nebenan mit seiner Frau Carina in einem gemieteten Haus wohnt. Sie laden uns zu sich auf den Platz neben dem Haus ein, wegen der Sicherheit.

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Welch herrliche Gastfreundschaft erleben wir von den zwei. Am Morgen ist unter dem Rattandach das Frühstück gedeckt, sie zeigen uns den nahen Markt, wie man frische Kokosmilch bestellt und dies und jenes Wissenswertes vom uns noch fremden Land.

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Seit einigen Jahren leben sie während dem Winter in Thailand und arbeiten im Sommer in Deutschland. Seit einem Monat haben sie ein zusätzliches Haus, ganz abgelegen ‚im vergessenen Dorf‘ gemietet und da fahren sie mit uns hin.

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Es gehörte einem Freund von ihnen, der letztes Jahr ganz tragisch bei einem Rollerunfall ums Leben gekommen ist. Dies ist nun ihr Wochenendhaus für Ruhe, Strand, Meer und Sonne. Was für ein Glück, hier können wir bleiben!

Andreas und Carina fahren heute nämlich für ein paar Tage mit ihrem Boot zu einer der vorliegenden 1000 Inseln von Südthailand zum Campieren.

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sawat-dii khà ihr Zwei und herzlichen Dank für eure liebe Gastfreundschaft!

Nun geniessen wir die Aussicht aufs türkisblaue Meer, die Ruhe wird nur vom Rascheln der Palmenblätter, dem Ruf der Vögel und dem Knattern der Fischerboote unterbrochen und Paul parkiert unter dem Tamarindenbaum.

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