Pulau Pinang

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Die 13.5 Kilometer lange, imposante Penang Bridge bringt uns vom Festland auf die Insel Pulau Penang – im Westen von Malaysia. 700.000 Menschen leben auf der Insel mit ihren waldigen Bergrücken, grünen Plantagen und sandigen Stränden. Das Wasser ist badewannenwarm, kein Zögern, um ins Nass einzutauchen. Leider ist die Wasserqualität der Strasse von Melaka wegen der Häfen und Industrieanlagen nicht die beste. Dann kommen noch die Gleitschirme und Wassertöffs dazu. Immerhin ist es ein lustiges Schauspiel, wie die arabischen Frauen in schwarzer Ganzverhüllung dem Himmel entgegenschweben. Nach zwei Tagen im Holiday Inn finden wir in der Nähe ein kleineres Hotel, das als eines der ersten 1943 entstanden ist und in den letzten Jahren sehr geschmackvoll und schnörkellos renoviert wurde. Von hier aus starten unsere täglichen Inselentdeckungen:

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Stoffe mit bunten Farben und kunstvollen Ornamente entstehen in der Batikfabrik. Die Frau trägt den Wachs mit geschickter Hand und ohne Zeichnung auf, andere tupfen die Farben auf den vorbereiteten Stoff. Es entstehen Vorhänge, Kleiderstoffe, Tischdecken, Blumen sind beliebte Motive.

Auf dem 10 Hektaren grossen Gelände der tropischen Fruchtfarm werden 200 tropische Früchte in steilen Terrassen angelegt. Plötzlich färbt sich der Himmel grau und ein heftiger Regenguss platscht herunter. Zum Glück sind wir unter Dach und geniessen die tropischen Früchte und Säfte. Jetzt müssen wir allerdings die Wanderung in den Anlagen vergessen.

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Im tropischen Gewürzgarten sind alle orientalischen Kräuter und Gewürze angebaut, die man sich vorstellen kann. Wir wandern auf Kieswegen durch den dicken Dschungel und bewundern Kardamom, Zimt und Nelken.

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Georgetown ist ein weiteres Highlight der Insel. 2008 wurde die Stadt in die Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten aufgenommen. Was für ein Glück – die Stadt wird auch Perle des Orients genannt. Wenige grosse Städte Südostasiens haben sich eine vergleichbare Atmosphäre bewahren können. Noch immer leben Moslems, Christen, Hindus und Buddhisten Tür an Tür, brennen Chinesen Räucherstäbchen in den Ahnentempeln ab, während ein paar Strassen weiter der Muezzin zum Gebet ruft.

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In den dicht belebten Strassen herrscht dichter Verkehr, in den Garküchen brutzeln Ajam goreng, Laksa oder Samosa. Es scheint, dass sich die meisten Menschen auf der Strasse verpflegen. Es ist heiss, ohne schweissabtupfendes Taschentuch geht es nicht mehr. Zwischendurch müssen wir uns in ein heruntergekühltes Café oder Restoran retten.

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In den letzten Jahren hat sich Georgetown zum Zentrum für Street Art  entwickelt. Um den hässlichen Graffitis entgegenzuwirken, schuf der litauische Künstler ab 2012 die weltbekannten Bilder an den Hauswänden. In vielen Gassen entwickelt sich die Fortsetzung mit erstaunlichen Kunstwerken.

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Der Kek Loh Si-Tempel besticht durch seine Grösse und Weitläufigkeit. Da er seit dem Baubeginn um 1885 durch Spenden reicher chinesischer Kaufleute ständig erweitert werden konnten, umfasst das Tempelgelände heute 12 Hektaren. Der nicht abreissende Pilgerstrom aus dem In- und Ausland gibt dem Heiligtum eine solide finanzielle Basis. Bunt bemalte Bauten, Gärten und Teiche sind in Terrassen angelegt. Im höchsten Bereich der Anlage steht die über 30 Meter hohe Bronzestatue der Göttin der Barmherzigkeit (Kuan Yin). Kek Lo Si ist der grösste buddhistische Tempel in Malaysia.

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Im Stadtteil Little India kommen uns die Düfte von Räucherstäbchen und Gewürzen entgegen. Laute Bollywood-Musik schallt aus den CD-Läden, farbige Saris beherrschen das Strassenbild. Kaum zu glauben, dass wir einige tausend Kilometer davon entfernt sind.

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