Andalucía

Nun sind wir also hier – in Andalucía, wo wir vor Jahren! schon hin wollten und es nie geschafft haben. In zwei Etappen sind wir von Jáeva nach Cabo de Gata gereist. Meist führt uns der Weg am Meer entlang und wir staunen immer wieder über diese immensen Überbauungen an Ferienanlagen. Tausende und Abertausende von Wohnungen in unterschiedlichen Baustilen, wenn immer möglich mit Meersicht, kleben an den unmöglichsten Orten. Allerdings hängt auch an jedem vierten Balkon ein Schild mit <se vende>! Das Meer ist wirklich türkisblau in allen Schattierungen, wir geniessen die Aussicht, wenn die Strasse nach einigen Kurven wieder den Blick in die Weite freigibt.

Aguilas-Carbonera

Riesige Gewächshäuser, die entweder mit Plastik oder beigem Stoff umhüllt sind, prägen auf einmal die Landschaft. Zum Glück haben wir uns verfahren und können so einen Blick in die langen Tunnels werfen: müde, ausgemergelte Tomatenstauden hängen da, sie haben ihren Dienst erfüllt, damit wir in der Schweiz Tomaten im Januar im Angebot haben. Eine traurige Landschaft, überall hängen Plastikfetzen, meinem Cousin Martin, dem Gemüsebauer, käme bei diesem Anblick das Augenwasser.

Die Campingplätze sind erstaunlich gut ausgerüstet. Heute sind wir wieder auf einem sehr ruhigen, fast unbelegten Platz. Das entschädigt wieder für die Nacht von gestern, als wir mit Zigarettenrauch in der Nase eingeschlafen und auch wieder aufgewacht sind. Tja die Nachbarn!