Südafrika & Programmänderung

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Der Zöllner ist zwar ein bisschen stutzig, dass wir schon einmal in Südafrika eingereist sind (bei unserem Flug über Johannesburg nach Windhoek), doch nach intensivem Studium aller Visa-, Ein- und Ausreisestempeln in unseren Pässen lässt er uns gnädigst ins Land. Die Einreisebestimmungen werden erst seit kurzem sehr strikt und diskussionslos durchgesetzt: einmalige Einreise für 90 Tage innerhalb eines Jahres. Viele «Schwalben» – Europäer, die dem Winter nach Südafrika entfliehen – stöhnen über diese Restriktionen.

Die Bergmassive vom Süden Namibias begleiten uns noch eine ganze Weile, bis wir etwas ebenes Land erreichen. Strohballen liegen auf den geernteten Kornfeldern, Obstplantagen setzen saftige Landschaftstupfer, Christkinds Tannenwald, durchmischt mit Eukalyptusbäumen, begrünt die Hochalpen. Hinter den sieben Bergen ist schon das Meer sichtbar. Und dann der Tafelberg!

Im Table Mountain National Park fahren wir bis zum Cape Point. Eine üppige Vegetation mit Protea und verschiedenem Grün wächst auf den kargen Felsen. Diese Pflanzen sind in der Migros als Winterstrauss zu kaufen – mit dem Duft von Kräutern und Honig (und wohl auch noch etwas Atlantikluft dazu).

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Nach ein paar Abstechern auf Campingplätzen, die eher etwas heruntergewirtschaftet sind und von grölenden Leuten mit nervenden Radios bewohnt werden, finden wir in der Nähe von Stellenbosch ein nettes bed & breakfast. Und da bleiben wir. Soweit das Auge reicht, ziehen sich die Rebenfelder dahin, jeder Flecken, ob am Hang oder in der Ebene, ist mit Reben bepflanzt. Schön getrimmt in Reih und Glied oder dick mit Blättern als Dach bewachsen.

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Die Trauben haben schon angesetzt, doch sie brauchen noch Wachstumsphase. Die Ernte beginnt erst ca. im März. Von Italien oder Australien sind wir weinmässig schon einiges gewohnt, doch diese Fülle an Weingütern übertrifft alles. Wunderschöne Gebäude, perfekte Degustationsräume, süffige Weine, oft mit integriertem Restaurant der hohen Schule ….. wir schlemmen. Dabei wollten wir doch nach unserem Überborden in Namibia etwas abspecken. Das geht hier definitiv nicht – denn die kulinarischen Höhenflüge zu Preisen wie ein Big Mac sind zu verlockend. Ok, dann halt später.

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Ja wann dann? Die Aussicht auf Fastenzeit liegt allerdings in weiter Ferne. Denn wir haben unsere Reisepläne geändert und uns entschlossen, Paul ab Südafrika direkt nach Australien zu verschiffen. Unser ursprünglicher Plan, die Ostküste von Afrika hinaufzufahren ist an den zu erwartenden Grenzübertritten, den Visabeschaffungen, meinen etwas «dünn» gewordenen Nerven gescheitert. Wir wollen uns den Spass am Reisen nicht schon im ersten Jahr verderben. Ende Dezember fährt Paul mit einem Ro-Ro-Schiff (roll on – roll off) von Port Elizabeth nach Perth, wo er bereits am 13. Januar ankommen wird. Und was ist mit uns? Wir fliegen über Indien nach Australien. Natürlich mit Zwischenhalt in Südindien, wo wir meine Schwester Margrit mit Roland und unsere Freundin Maja treffen, die dort die Winterferien verbringen. Weihnachten und Neujahr fallen also nicht ins Wasser!! Doch zuerst freuen wir uns jetzt ganz fest auf Sonntag und das Wiedersehen mit Laura.

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